Zwischen 45'000 Bildern – und warum Kinderportraits trotzdem so wertvoll sind
- Carina Büchi
- 20. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Wollt ihr wissen, wie viele Bilder ich aktuell auf meinem Handy habe? 45'000. Ja, wirklich.
Ein grosser Teil davon entsteht natürlich durch meine Arbeit. Kamera, Handy, Projekte, Reisen – Bilder gehören zu meinem Alltag. Und trotzdem: Wenn ich ehrlich bin, zeigt ungefähr jedes vierte Foto eines meiner Kinder. Das sind fast 10'000 kleine Momente. Und meine Grosse ist gerade einmal fünf Jahre alt. Manchmal frage ich mich schon, wo das noch hinführt...
Die kleinen Momente festhalten – so wertvoll wie nie zuvor
Noch nie war es so einfach, Erinnerungen zu sammeln. Ein Griff zum Handy reicht, und schon bleibt ein Lachen, ein Blick oder ein chaotischer Familienmoment für immer festgehalten.
Ich liebe das. Diese spontanen Bilder erzählen unser echtes Leben. Keine grossen Inszenierungen, sondern Alltag – so wie er ist.
Auch mein Mann und die Kinder haben bereits unzählige Fotos wie er ihnen Büchli erzählt. Wenn ich ehrlich schätze, sind wir da längst im dreistelligen Bereich angekommen. Und jedes einzelne Bild bedeutet mir etwas.
Wenn zwischen tausenden Bildern etwas verloren geht
Und trotzdem merke ich immer wieder etwas.
Zwischen all diesen Handybildern gehen die ruhigen Portraits manchmal fast ein bisschen unter. Bilder, bei denen nicht die Situation im Vordergrund steht, sondern nur das Kind selbst.
Ein Blick.Eine kleine Bewegung.Eine Persönlichkeit, die sich zeigt, ohne Ablenkung.
Diese Portraits sind anders. Sie sind leiser. Zeitloser. Und oft sind es genau diese Bilder, die Jahre später eine ganz besondere Kraft haben.
Warum ich Kinderportraits liebe
Kinder verändern sich unglaublich schnell. Was heute selbstverständlich wirkt, ist morgen schon wieder vorbei. Die Zahnlücke, der ernste Blick, das verschmitzte Lächeln – all das sind kleine Phasen, die kaum auffallen, solange man mitten im Alltag steckt.
Ein Portrait hält genau diesen Moment fest.
Es geht mir dabei nicht um grosse Posen oder gestellte Szenen. Vielmehr darum, Raum zu schaffen, in dem ein Kind einfach sein darf. Ohne Druck, ohne Erwartungen – nur mit seiner eigenen Energie.
Handybilder und Portraits – kein Entweder-oder
Für mich gehören beide Welten zusammen.
Die schnellen Handybilder erzählen die Geschichte des Alltags. Sie sind laut, lebendig und voller Bewegung. Die Portraits dagegen sind wie kleine Ankerpunkte. Sie lassen uns innehalten und zeigen, wer dieses kleine Wesen genau jetzt gerade ist.
Vielleicht ist es genau diese Mischung, die Erinnerungen wirklich vollständig macht.

































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